Im Jahr 2025 wurde gemeinsam mit der Deutschen Aidshilfe (DAH) das Muslimische Aufklärungs- und Gesundheitsförderungs-Netzwerk (MAGEF) ins Leben gerufen. Ziel des Netzwerks ist es, eine partizipative, konzeptuelle und praxisnahe HIV-, HEP- und STI-Präventionsarbeit in muslimischen Communitys zu etablieren und weiterzuentwickeln – mit besonderem Fokus auf Menschen mit Migrationsgeschichte sowie muslimische Geflüchtete.
Das Seminar richtet sich an Vertreterinnen und Vertreter muslimischer Projekte, Migrantinnen- und Migranten-Selbstorganisationen sowie Schlüsselpersonen aus muslimischen Communitys, die bereits in der Gesundheitsförderung und Präventionsarbeit aktiv sind oder werden wollen. MAGEF versteht sich dabei als Raum des gemeinsamen Lernens, der Vernetzung und der gegenseitigen Stärkung. Die Teilnehmenden bringen ihre Erfahrungen aus lokaler Selbsthilfe, Community-Arbeit und Präventionsprojekten ein und entwickeln diese gemeinsam weiter.
Ein zentraler Schwerpunkt des Treffens liegt auf der gemeinsamen Konzeption neuer Medien zur HIV-, HEP- und STI-Prävention sowie der Erarbeitung innovativer, kultursensibler Methoden für die Präventionsarbeit in muslimischen Kontexten. Ergänzt wird dies durch den Austausch bewährter Praxisbeispiele, unter anderem aus der HIV-Präventionsarbeit in (afrikanischen) Moscheen. Auch sollen Seminarinhalte für die neu-einzuführenden Schulungen für Imame und Frauen in Moscheen und religiösen Kulturräumen diskutiert werden.
Neben fachlicher Qualifizierung bietet das Seminar Raum für persönlichen Austausch, gegenseitige Unterstützung und Empowerment. Durch die Vernetzung und den offenen Dialog trägt MAGEF aktiv zur Entstigmatisierung von HIV-positiven Menschen innerhalb muslimischer Communitys bei.