In Deutschland betrifft fast jede dritte HIV-Diagnose eine Person, die zugewandert ist. Allerdings haben viele Menschen mit Migrationsgeschichte und Geflüchtete im Vergleich zur mehrheitsdeutschen Bevölkerung keinen gleichberechtigten Zugang zu Testangeboten. Zugangsbarrieren finden sich in der Praxis z.B. in eingeschränkten Behandlungsmöglichkeiten bei positivem HIV-Status und/oder in einschränkenden Faktoren wie einem ungeregelten Aufenthaltsstatus, fehlender Krankenversicherung, Sprachbarrieren und finanziellen Begrenzungen.
Um eine Vision zu schaffen, wie ein wirklich menschengerechter, partizipativer und kultursensibler Umgang für und mit der Zielgruppe erreicht werden kann, finden regelmäßig Treffen von Organisationen und Verbänden von Migrantinnen und Migranten statt.
In diesem Jahr richtet sich das Seminar erstmalig an Menschen aus Nordasien, Zentralasien, Vorderasien (Westasien), Südasien, Ostasien und Nordafrika.