Die Bergische Universität Wuppertal hat mit „TAFF – Traumasensibles Unterstützungs- und Förderkonzept für Kinder und Jugendliche mit Fluchthintergrund“ ein wissenschaftlich fundiertes und praxisnahes Förderprogramm für Schulen veröffentlicht. Hintergrund ist die wachsende Zahl geflüchteter Kinder und Jugendlicher in Deutschland, die häufig belastende Erfahrungen wie Krieg, Flucht, Gewalt oder Verlust erlebt haben und dadurch ein erhöhtes Risiko für psychische Belastungen tragen.
Das im Rahmen des Forschungsprojekts „Traumasensitive Diagnose und Förderung in inklusiven Schulen (TRAILS)“ entwickelte und wissenschaftlich evaluierte Programm richtet sich an Lehrkräfte und pädagogisches Fachpersonal. In elf Gruppensitzungen lernen Schülerinnen und Schüler unter anderem Strategien zur Emotionsregulation, zum Umgang mit Stress und belastenden Gedanken sowie zur sozialen Problemlösung. Ergänzt wird das Konzept durch Übungen zur Achtsamkeit und Ressourcenstärkung.
TAFF orientiert sich an international bewährten traumapädagogischen Ansätzen und wurde speziell an die Bedingungen deutscher Schulen angepasst. Ziel ist es, belastete Kinder frühzeitig zu unterstützen und Schulen bei der Gestaltung einer traumasensiblen Lernumgebung zu stärken.
Das Manual sowie weitere Materialien stehen kostenlos und frei zugänglich zur Verfügung.