Der eigene Glaube und die eigene Spiritualität bieten auch in einer Zeit der Entkirchlichung für viele
Menschen einen wichtigen Halt am Lebensende. Insbesondere in Berlin wird die religiöse Landschaft immer vielfältiger. In der deutschen Migrationsgesellschaft und speziell in Berlin wächst der Anteil von Menschen mit ausländischem Hintergrund beständig an. Für viele der ehemaligen Gastarbeiter und ihrer Kinder ist es mit großen Schwierigkeiten verbunden, sich im deutschen Sozial-, Gesundheits- und Pflegesystem zurechtzufinden.
Im Rahmen des Projekts Religionssensible Hospiz- und Palliativ-Arbeit (ReHoP) hat die Zentrale Anlaufstelle Hospiz (ZAH) gemeinsam mit dem Berliner Forum der Religionen eine Broschürenreihe zum kultursensiblen Handeln im Hospiz- und Palliativbereich entwickelt. Die Broschüren zu Christentum, Buddhismus und Islam zeigen, wie ein religions- und kultursensibler Umgang mit den Themen Sterben, Tod und Trauer geleistet werden kann und welche Unterstützung und Kompetenzen Begleitende und Fachkräfte brauchen.
Die Handouts werden ergänzt durch praktische Checklisten in acht Sprachen. Diese richten sich sowohl an ehrenamtlich Engagierte und Personal in Krankenhäusern oder im ambulanten und stationären Hospiz- und Palliativbereich als auch direkt an Patientinnen und Patienten.