Kinder, die Krieg und Vertreibung ausgesetzt sind, haben ein erhöhtes Risiko für emotionale Dysregulation, was zu psychischen Problemen wie Angstzuständen, Depressionen und Verhaltensstörungen beitragen kann. Diese Erfahrungen, darunter Trennung, Verlust und Instabilität, beeinträchtigen die Stressbewältigung. Während es für schwere Symptome klinische Behandlungsmethoden gibt, sind die Interventionsmöglichkeiten für Kinder mit subklinischen Belastungen begrenzt.
Das Programm PASST (Psychologische Unterstützung für Flüchtlingskinder aus der Ukraine: Spielerisches Training zur Erregungs-, Stressresilienz- und Unterstützungskompetenz) zielt darauf ab, diese Lücke mit einem spielerischen Programm zu schließen, das die emotionale Regulierung und Resilienz verbessert und sich dabei auf evidenzbasierte Techniken stützt, die speziell auf Vertriebene zugeschnitten sind.
Die multizentrische Studie wird ein Vorher-Nachher-Follow-up-Design mit Kindern, die von Krieg und Vertreibung betroffen sind, und einer Kontrollgruppe von Gleichaltrigen ohne traumatische Erfahrungen verwenden. Ziel ist es, die Wirksamkeit und die Auswirkungen des Programms auf emotionale und Verhaltensprobleme, das Wohlbefinden und die Stressregulation zu untersuchen.
Das Projekt läuft von September 2023 bis August 2028 und wird von der Else-Kröner-Fresenius Stiftung gefördert.