Kinder, die in Unterkünften für geflüchtete Menschen leben, haben ein Recht auf gesellschaftliche Teilhabe. Das umfasst die Nutzung von Angeboten der Kinder- und Jugendhilfe sowie von Freizeit- und Bildungsangeboten. In der Praxis begegnen viele geflüchtete Kinder und Jugendliche allerdings verschiedenen Hürden: Sprachbarrieren erschweren die Kommunikation und fehlendes Wissen über bestehende Strukturen führt dazu, dass viele Angebote und Unterstützungsleistungen nicht genutzt werden können. Ein weiteres zentrales Hindernis für gesellschaftliche Teilhabe sind Vorurteile und Diskriminierung, mit denen geflüchtete Kinder, Jugendliche und ihre Familien im Alltag konfrontiert werden. Diese können sowohl im Bildungs- und Gesundheitssystem als auch im Freizeitbereich auftreten. Eine stärkere Einbindung der Kinder und Jugendlichen in den Sozialraum kann diese Barriere abbauen.
Das Projekt „Mitmachen, dazugehören: Wege zur Teilhabe geflüchteter Kinder im Sozialraum“ zielt darauf ab, nachhaltige Beteiligungsstrukturen für Kinder in Unterkünften zu stärken und ihre Teilhabechancen im Sozialraum zu verbessern. Geflüchteten Kindern soll der Zugang zu Unterstützungs- und Freizeitangeboten in ihrer Umgebung erleichtert werden. Dafür werden Materialien entwickelt, mit denen Unterkünfte Kinder und Jugendliche gezielt auf Freizeitangebote in ihrer Nähe aufmerksam machen können. Gleichzeitig werden Freizeitanbieter dabei unterstützt, ihre Angebote inklusiver und zugänglicher zu gestalten.
Das Modellprojekt wird im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) von Juni 2025 bis November 2026 gefördert.