Wie leben geflüchtete Menschen mit Behinderungen in Deutschland? Wie können sie eine Arbeit finden? Die Teilhabe dieser vulnerablen Gruppe wird durch vielfältige strukturelle und rechtliche Hürden erschwert.
Vor diesem Hintergrund hat das Generalsekretariat des Deutschen Roten Kreuzes eine Studie zur Situation von geflüchteten Menschen mit Behinderungen in Deutschland beauftragt. Die Prognos AG Berlin führt die Studie gemeinsam mit QMR – Qualitative Mind Research durch.
Ziele
Das Ziel der Studie ist es, wertvolle Einblicke in die Lebensbedingungen geflüchteter Menschen mit Behinderungen in Deutschland zu gewinnen. Der Fokus liegt auf den Unterbringungsbedingungen und dem Zugang zum Arbeitsmarkt.
Die Studie soll nicht nur spezifische Bedarfe und Herausforderungen identifizieren, sondern auch praxisnahe Lösungen und Handlungsempfehlungen entwickeln, die den Bedarfen der Zielgruppe gerecht werden.
Umsetzung
Die Studie folgt einem partizipativen Ansatz. Ein Projektbeirat aus Fachleuten aus Wissenschaft, Praxis, Zivilgesellschaft und Selbstvertretungen begleitet die Studie, um sicherzustellen, dass die Perspektiven der Betroffenen und der Fachkräfte in die Forschung einfließen.
Das Studiendesign kombiniert qualitative Einzel- und Gruppeninterviews mit der Zielgruppe sowie Akteurinnen und Akteuren auf Landesebene, Vertretenden des Hilfesystems und Fachkräften, die im Alltag mit geflüchteten Menschen mit Behinderung arbeiten. Ergänzt wird dies durch die Auswertung vorhandener Daten und einer Online-Befragung von Fachkräften. Dadurch entsteht eine detaillierte Datengrundlage zur Situation der Zielgruppe.
Die Studie baut auf der Bedarfserhebung des Deutschen Roten Kreuzes in den Jahren 2020 bis 2022 auf, die Barrieren und Versorgungslücken bei der Aufnahme geflüchteter Menschen mit Behinderungen untersuchte.
Online-Befragung von Fachkräften und Ehrenamtlichen zur Situation von geflüchteten Menschen mit Behinderungen in Deutschland
Die Befragung ist Teil der Studie zur Lebenssituation von geflüchteten Menschen mit Behinderungen in Deutschland. Mit dieser Erhebung werden Perspektiven und Einschätzungen von Fachkräften und Ehrenamtlichen eingeholt, die an der Schnittstelle von Flucht und Behinderung tätig sind – zum Beispiel in Beratungsstellen, in der Flüchtlingssozialarbeit oder in medizinischen Einrichtungen.
Interessierte können bis zum 31. Januar 2026 an der Online-Befragung zur Studie teilnehmen.