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Janine Brill

Zwischen Zugehörigkeit und Zugang

Eine Untersuchung der Beziehung zwischen den Gesundheitsinformationsrepertoires und Akkulturationsverläufen von Migrantinnen und Migranten erster Generation in Deutschland

Schwerpunktthemen: Forschung, Gesundheitskommunikation, Gesundheitsversorgung

Über eine Million Ukrainerinnen und Ukrainer sind seit Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine nach Deutschland migriert. Gleichzeitig leben in Deutschland mehr als 400.000 internationale Studierende – eine Zahl, die jedes Jahr steigt. Diese beiden Gruppen unterscheiden sich in vielerlei Hinsicht: Sie weisen unterschiedliche Altersstrukturen, Herkunftskontexte, kulturelle Hintergründe, familiäre Situationen und vor allem unterschiedliche Gründe für ihre Migration auf. Eine zentrale Gemeinsamkeit verbindet die beiden Gruppen jedoch: Sie zählen zu Migrantinnen und Migranten der ersten Generation in Deutschland.

Die Dissertation widmet sich der Fragestellung, inwiefern eine Beziehung zwischen den Gesundheitsinformationsrepertoires und den Akkulturationsverläufen von Migrantinnen und Migranten erster Generation in Deutschland besteht. Um dieser Fragestellung nachzugehen, folgt das Forschungsdesign dieser Arbeit einem erklärend-sequenziellen Mixed-Methods-Ansatz, der Online-Tagebuchstudien und qualitative Interviewstudien kombiniert.

Die Befunde der Arbeit zeigen, dass sich die Akkulturationsverläufe der Teilnehmenden häufig sowohl in der Größe, Komposition als auch in der Diversität der ihnen zugänglichen Gesundheitsinformationsquellen widerspiegeln. Teilnehmende, die Integration erfahren und somit über ein umfassenderes und diverseres soziales Umfeld verfügen, haben in der Regel einen erweiterten Zugang zu Gesundheitsinformationsquellen unterschiedlicher Herkunft. Die Gesundheitsinformationsrepertoires von Teilnehmenden, die Separation oder Assimilation erfahren, sind hingegen in der Regel weniger umfangreich und zeichnen sich durch einen primär einseitigen Informationszugang aus einem Kontext aus.

Die Arbeit trägt wesentlich zum Verständnis von Gesundheitsinformationsrepertoires und den Akkulturationsverläufen sowie deren Beziehung bei, indem sie neue theoretische Verknüpfungen herstellt und methodische Ansätze kombiniert, deren integrative Analyse ein umfassenderes Verständnis komplexer Phänomene ermöglicht. Sie liefert empirische Erkenntnisse, die den bisherigen Forschungsstand erweitern, und zeigt zugleich praxisrelevante Implikationen und dringenden Handlungsbedarf auf.

Online verfügbar:
https://monarch.qucosa.de/api/qucosa%3A104445/attachment/ATT-0/

Zitation:
Brill, J. (2026). Zwischen Zugehörigkeit und Zugang. Eine Untersuchung der Beziehung zwischen den Gesundheitsinformationsrepertoires und Akkulturationsverläufen von Migrant*innen erster Generation in Deutschland. Dissertation. Philosophische Fakultät der Technischen Universität Chemnitz. https://doi.org/10.60687/2026-0096

Kontakt:
Dr. Janine Brill
janine.brill(at)phil.tu-chemnitz.de


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