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Sabine Kampmüller, Petra Krenn-Maritz, Roman Polzer et al.

Prävention von Traumafolgen bei geflüchteten Schulkindern

Evaluation des Teaching-Recovery-Techniques-(TRT-)Programms in Österreich

Schwerpunktthemen: Geflüchtete, Psychische Gesundheit, Schule

Geflüchtete Kinder und Jugendliche sind einem erhöhten Risiko für Posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS) ausgesetzt. In Österreich bietet AFYA seit 2018 das Programm Teaching Recovery Techniques (TRT) als Gruppenintervention vorwiegend in Schulen an. Ziel ist die Prävention von Traumafolgestörungen durch die Vermittlung traumafokussierter Bewältigungsstrategien.

Grundlage dieses Artikels ist eine Interventionsevaluation mit unkontrolliertem Prä-Post-Design auf Basis von Routinedaten. Zwischen 2018 und 2024 nahmen 1.426 Kinder und Jugendliche an 176 Gruppen teil, die von geschulten Trainerinnen und Trainern in Erstsprachen geleitet wurden. Die Auswertung von 372 vollständigen Children’s-Revised-Impact-of-Event-Scale-(CRIES-8)-Datensätzen vor und nach der Intervention zeigt eine signifikante Reduktion posttraumatischer Stresssymptome, insbesondere bei unbegleiteten Minderjährigen und Teilnehmenden mit hoher Ausgangsbelastung.

Die beobachteten Effekte liegen im Bereich publizierter internationaler Studien zu TRT. Das von AFYA implementierte Programm erweist sich damit unter Praxisbedingungen als wirksam und trägt zur Schließung bestehender Versorgungslücken bei; zugleich stellt es ein kosteneffizientes, kultursensibles und potenziell skalierbares Modell zur Prävention von Traumafolgestörungen dar.

Online verfügbar:
https://elibrary.klett-cotta.de/article/10.21706/tg-20-3-236

PDF: 16,00 Euro

Zitation:
Kampmüller, S., Krenn-Maritz, P., Polzer, R. & Wild, C. (2026). Prävention von Traumafolgen bei geflüchteten Schulkindern. Trauma und Gewalt, 20(3), 236–246. https://doi.org/10.21706/tg-20-3-236

Kontakt:
Dr. Claudia Wild
claudia.wild(at)aihta.at


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