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Abdelghafar Salim

Normative Orientierungssuche muslimischer Geflüchteter in Ostdeutschland im Spannungsfeld von Religion, Recht und Alltag

Schwerpunktthemen: Gesundheitskommunikation, Impfen, Migrationshintergrund

In einer von Pluralität, Mobilität und sich überlagernden normativen Ordnungen geprägten Gegenwart gewinnen Fragen normativer Orientierung zunehmend an Bedeutung. Der Beitrag untersucht auf der Basis ethnografischer Feldforschung in ostdeutschen Städten, wie muslimische Geflüchtete unter den Bedingungen von Flucht und Migration mit religiösen, gewohnheitsrechtlichen und nationalstaatlichen Ordnungen und Bezugssystemen umgehen. Im Zentrum steht die Frage, wie normative Handlungsmaßstäbe im Alltag wahrgenommen, verhandelt, (re-)interpretiert und situativ angepasst werden. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass Geflüchtete nicht lediglich passive Rezipientinnen und Rezipienten bestehender Normsysteme sind, sondern aktiv zwischen unterschiedlichen normativen Angeboten navigieren.

Ziel des Beitrags ist es, normative Orientierung als relationalen und lebensweltlich eingebetteten Aushandlungsprozess zu erfassen. Anhand ethnografischer Vignetten richtet der Beitrag den Blick auf Konstellationen, in denen sich im praktischen Umgang mit normativen Ordnungen Verschiebungen, Bedeutungsnuancen und neue Formen ihrer Geltung herausbilden.

Online verfügbar:
https://limina-graz.eu/index.php/limina/article/view/292

Zitation:
Salim, A. (2026). Normative Orientierungssuche muslimischer Geflüchteter in Ostdeutschland im Spannungsfeld von Religion, Recht und Alltag. LIMINA - Grazer Theologische Perspektiven, 9(1), 38–79. Abgerufen von https://limina-graz.eu/index.php/limina/article/view/292

Kontakt:
Abdelghafar Salim
abdelghafar.salim@uni-tuebingen.de


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