Migration ist kein Ausnahmezustand, sondern eine existenzielle Grunderfahrung der Menschheit. Sie prägt gegenwärtige Gesellschaften, indem sie etablierte Ordnungen herausfordert, transnationale Räume jenseits nationaler Hegemonien schafft, neue Ökonomien stiftet, urbane und kommunale Lebensweisen beeinflusst sowie Ungleichheit und Prekarität lokal und global sichtbar macht. Migrationsforschung als Gesellschaftsforschung verengt den Fokus nicht auf „die Migrantinnen und Migranten“, sondern untersucht Bedingungen fürs Zusammenleben und die Lebensgestaltung zwischen Ethnisierung und Pluralisierung, Diskriminierung und Ermächtigung, Teilung und Teilhabe.
Die Ausgabe 2026/2027 des Jahrbuchs Migration und Gesellschaft setzt den Schwerpunkt auf das Thema „Global Citizenship Education“. In verschiedenen Beiträgen geht es u. a. um Themen wie Bildung, Unterbringung, Wohlbefinden und Teilhabe.