Mentale Gesundheit bedeutet, sich als handlungsfähig zu erleben, Hoffnung zu empfinden und soziale Verbundenheit zu erfahren. Geflüchtete Menschen sind aufgrund dramatischer und sehr belastender Lebensumstände (wie Krieg, Vertreibung und Unterdrückung), unsichere Aufenthaltsbedingungen und neue gesellschaftliche Herausforderungen in dieser Hinsicht besonders verletzlich. Viele von ihnen tragen einen schweren Rucksack mit belastenden Erfahrungen mit sich herum. Je leichter dieser Rucksack wird, desto schneller und flexibler werden sich diese Menschen in Deutschland zurechtfinden.
Die Publikation der „Lila Reihe – Gesundheitsförderung mit eingewanderten Menschen“ gibt einen Überblick zur aktuellen Situation im Land Brandenburg und zeigt Praxisbeispiele, die Mut machen und zur Nachahmung anregen. Sie zeigt konkrete Impulse auf, wie Kommunen, freie Trägereinrichtungen und zivilgesellschaftliche Akteurinnen und Akteure gemeinsam die mentale Gesundheit geflüchteter Menschen fördern können – niedrigschwellig, nachhaltig und auf Teilhabe sowie Selbstbestimmung ausgerichtet. Im Zentrum steht die Überzeugung, dass gesundheitliche Chancengleichheit nur dann erreicht werden kann, wenn die Bedarfe in die bestehenden Strukturen integriert werden.