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Marina Schmidt

Flucht, Männlichkeit und Altenpflegehilfe

Ethnografie eines Ausbildungsprogramms für geflüchtete junge Männer

Schwerpunktthemen: Männergesundheit, Pflege, Rassismus

Vor dem Hintergrund der „Flüchtlingskrise“ entstanden staatlich geförderte Arbeitsmarktprogramme zur Qualifizierung geflüchteter Menschen in der Altenpflegehilfe, als eine doppelte Antwort auf migrations- und pflegepolitische Herausforderungen. Diese Programme treffen auf ein besonders spannungsreiches Geschlechterverhältnis. Während die Mehrheit der Geflüchteten männlich ist, gilt die Altenpflege immer noch als feminisiertes Berufsfeld.

Ein solches Ausbildungsprogramm für Geflüchtete bildet den Untersuchungsgegenstand der Arbeit. Im Fokus der Analyse stehen die Herstellung und Funktion sozialer Differenzen wie Ethnizität, Gender und Alter. Untersucht wird, wie diese Differenzen in Interaktion hergestellt und ausgehandelt werden, wie sie sich im Ausbildungsverlauf verändern und welche Rolle ihnen im Prozess professionsbezogener Anerkennung zukommt. Um die situativen Differenzierungspraktiken zu analysieren, wurde die Methode der Ethnografie gewählt. Die Auszubildenden des Programms wurden in den institutionellen Settings der Berufsschule und der ausbildenden Altenpflegeeinrichtung über mehrere Monate ethnografisch begleitet.

Die Ergebnisse beleuchten die spezifische, kontextgebundene und systemimmanente Bearbeitung und Aushandlung von Differenzen, die einen wesentlichen, wenn auch meist impliziten Bestandteil des Professionalisierungsprozesses der geflüchteten Männer innerhalb des Qualifizierungsprogramms darstellen.

Online verfügbar:
https://shop.budrich.de/produkt/flucht-maennlichkeit-und-altenpflegehilfe/

PDF: 35,99 Euro
Paperback: 36,00 Euro

Zitation:
Schmidt, M. (2026). Flucht, Männlichkeit und Altenpflegehilfe. Ethnografie eines Ausbildungsprogramms für geflüchtete junge Männer. Verlag Barbara Budrich.

Kontakt:
Dr. Marina Schmidt
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