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Milena von Kutzleben, Jo Reichertz, Mark Schweda et al.

Empfehlungen zur zukünftigen Ausgestaltung der Live-in-Versorgung in Deutschland

Schwerpunktthemen: Gesundheitspolitik, Pflege, Rassismus

Sogenannte Live-in-Hilfen, also Betreuungshilfen meist aus dem osteuropäischen Raum, die für einen begrenzten Zeitraum eine hilfe- oder pflegebedürftige Person im eigenen Zuhause versorgen und mit ihr leben, spielen schon jetzt eine tragende Rolle in der häuslichen Versorgung älterer Menschen in Deutschland. Es ist davon auszugehen, dass ein erheblicher Anteil häuslicher Versorgungsarrangements auf diesem Modell basiert und von ihm abhängig ist. Auch wenn das Live-in-Modell mangels bezahlbarer Alternativen momentan unverzichtbar erscheint, besteht angesichts massiver Probleme und Missbrauchspraktiken allerdings dringender Handlungs- und Regulierungsbedarf.

Die in diesem Papier formulierten Empfehlungen zur Ausgestaltung der Live-in-Versorgung sind das Ergebnis einer Diskussion im Rahmen der Arbeitstagung „Live-in-Versorgung: Zukunfts- oder Auslaufmodell“ des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projekts TriaDe „Osteuropäische Live-In-Hilfen in häuslichen Versorgungstriaden bei Demenz“. Gemeinsam diskutierten Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis sowie versorgende Angehörige mit Live-in-Erfahrung im Dezember 2025 am Kulturwissenschaftlichen Institut Essen über das Thema. Basierend auf den Erkenntnissen der zahlreichen Forschungsprojekte zum Live-in-Modell der Beteiligten sowie ihrem Erfahrungswissen und unter Berücksichtigung des internationalen Stands der Forschung wurden die Empfehlungen erarbeitet.

Online verfügbar:
https://oops.uni-oldenburg.de/7410/1/von%20Kutzleben%20et%20al.%202026_Empfehlungen%20zur%20Ausgestaltung%20der%20Live-in-Versorgung.pdf

Zitation:
von Kutzleben, M. et al. (2026). Empfehlungen zur zukünftigen Ausgestaltung der Live-in-Versorgung in Deutschland. Ergebnispapier der Arbeitstagung „Live-in-Versorgung: Zukunfts- oder Auslaufmodell“ vom 27.–28.12.2025 am Kulturwissenschaftlichen Institut Essen. S. 1–9. URN: urn:nbn:de:gbv:715-oops-74910

Kontakt:
Milena von Kutzleben
milena.von.kutzleben(at)uni-oldenburg.de


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