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Mira Laetitia Rudmann

Der Zusammenhang von Migrationshintergrund und Gesundheit in Deutschland

Eine Regressionsanalyse anhand der Daten des European Social Survey

Schwerpunktthemen: Forschung, Gesundheitliche Chancengleichheit, Migrationshintergrund

Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen dem Migrationshintergrund und dem allgemeinen Gesundheitszustand in Deutschland auf Basis der Daten des European Social Surveys (2023). Mittels einer linearen und einer logistischen Regressionsanalyse wird gezeigt, dass Personen mit Migrationshintergrund der ersten Generation signifikant häufiger einen besseren allgemeinen Gesundheitszustand berichten als Personen ohne Migrationshintergrund, wenngleich der Effekt nur von geringem Ausmaß ist. Des Weiteren verliert er an Signifikanz, wenn für den sozioökonomischen Status kontrolliert wird. Für die zweite Generation konnte kein eigenständiger Effekt beobachtet werden. Gleichzeitig zeigt sich, dass Angehörige der zweiten Generation signifikant häufiger über Schwierigkeiten bei der Inanspruchnahme des Gesundheitssystems berichten.

Dies ist nicht allein durch den sozioökonomischen Status oder das Gesundheitsverhalten zu erklären, was potenziell auf Diskriminierung hindeuten könnte. Insgesamt bestätigen die Ergebnisse die Existenz des Healthy-Migrant-Effects in Deutschland. Sie zeigen jedoch auch, dass die gesundheitlichen Vorteile der ersten Generation durch soziale Benachteiligung abgeschwächt werden und in der nachfolgenden Generation verschwinden. Gleichzeitig weisen sie auf eine Benachteiligung der zweiten Generation im Gesundheitssystem hin. Der Gesamtzusammenhang wird durch eine Vielzahl, teils ambivalenter Faktoren beeinflusst. Die Befunde unterstreichen die Notwendigkeit weiterer Forschung und gesundheitspolitischer Maßnahmen zur Vermeidung gesundheitlicher Ungleichheiten.

Online verfügbar:
https://www.uni-due.de/imperia/md/content/soziologie/dbsf-2026-01.pdf

Zitation:
Rudmann, M. L. (2026). Der Zusammenhang von Migrationshintergrund und Gesundheit in Deutschland. Eine Regressionsanalyse anhand der Daten des European Social Survey. Duisburger Beiträge zur soziologischen Forschung 2026-01. https://doi.org/10.6104/DBsF-2026-01

Kontakt:
Mira Laetitia Rudmann
mrudmann(at)smail.uni-koeln.de


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