Der Klimawandel stellt nicht nur eine ökologische, sondern auch eine zentrale gesundheits- und sozialpolitische Herausforderung dar. Seine gesundheitlichen Folgen sind ungleich verteilt und treffen insbesondere Bevölkerungsgruppen, die bereits durch sozioökonomische Benachteiligungen belastet sind. Dazu zählen unter anderem ältere Menschen, Personen mit chronischen Erkrankungen oder Beeinträchtigungen sowie Erwerbstätige in körperlich fordernden Außenberufen wie Baugewerbe, Landwirtschaft oder Logistik. Auch prekäre Wohn- und Lebensverhältnisse erhöhen die Exposition gegenüber Hitze, Starkwetterereignissen, Feinstaub oder Umgebungslärm und verstärken gesundheitliche Risiken.
Vor diesem Hintergrund veranstaltet das Institut für Gesundheitsförderung und Prävention in Lebenswelten am Fachbereich Soziale Arbeit, Gesundheit und Medien der Hochschule Magdeburg-Stendal am 19. und 20. November 2026 die Fachtagung „Klima, Gerechtigkeit und Gesundheit“.
Ziel der Tagung ist es, aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse im Spannungsfeld von Klimawandel, sozialer Ungleichheit und Gesundheit zu präsentieren und interdisziplinär zu diskutieren. Darüber hinaus soll der Transfer von Forschungsergebnissen in die gesundheitsförderliche Praxis im Mittelpunkt stehen: Welche Strategien sind geeignet, um klimabedingte Gesundheitsbelastungen wirksam zu reduzieren? Wie können besonders betroffene Zielgruppen erreicht und beteiligt werden? Und wie lassen sich Projekte wirkungsorientiert planen, steuern und evaluieren?
Die Tagung richtet sich an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Fachkräfte aus der angewandten Gesundheitswissenschaft, Public Health, Gesundheitsökonomie, Sozialen Arbeit, Sozial- und Politikwissenschaft, Journalismus sowie angrenzenden Disziplinen.