Mit Blick auf die kommunale Praxis stellen sich oft die Fragen, wie Gesundheitsförderung und Prävention so geplant und umgesetzt werden können, dass sie nah an den Lebenswelten der Menschen, praxistauglich und fachlich fundiert sind? Wie gelingt Beteiligung dabei nicht nur punktuell, sondern als strukturierter Bestandteil? Und welche Rolle können Kommunen, Träger, Netzwerke und Landesstrukturen dabei übernehmen?
Damit passgenaue Angebote entstehen, ist es wichtig, die Menschen vor Ort einzubeziehen. Dabei kommt es darauf an, Beteiligung frühzeitig, verbindlich und so zu gestalten, dass unterschiedliche Perspektiven tatsächlich in die Planung und Entscheidungsfindung einfließen können. Der Ansatz der kooperativen Planung setzt genau hier an: Er bringt Entscheidungstragenden, Fachkräfte, kommunale Akteure und Menschen mit Lebenswelterfahrung frühzeitig und verbindlich zusammen. Gemeinsam werden Bedarfe betrachtet, Ziele formuliert, Maßnahmen entwickelt und Schritte zur Umsetzung realisiert. So entsteht ein strukturierter Prozess, in dem unterschiedliche Perspektiven zusammengeführt und gemeinsam tragfähige und bedarfsgerechte Lösungen entwickelt werden können.
Die Veranstaltung bietet eine Einführung in diesen Ansatz an und nimmt zugleich seine Anwendung in der kommunalen Praxis in den Blick. Im gemeinsamen Austausch orientierend an der Veranstaltungsreihe „Gute Praxis konkret“, soll diskutiert werden, wo kooperative Planung in hessischen Kommunen, bei Trägern und in Netzwerken sinnvoll eingesetzt werden kann, welche Voraussetzungen dafür vor Ort notwendig sind und wo Grenzen liegen. Darüber hinaus geht es um die Frage, wie Landesstrukturen und Partnernetzwerke solche Prozesse unterstützen und begleiten können.
Damit verbindet die Veranstaltung fachliche Impulse zum Ansatz der kooperativen Planung mit dem gemeinsamen Transfer auf hessische Strukturen und Rahmenbedingungen – mit dem Ziel, kontinuierliche Beteiligung in kommunalen Gesundheitsstrategien wirksam zu verankern und gesundheitliche Chancengleichheit zu fördern.
Die Veranstaltung wird gefördert vom Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit.