Bei Jugendlichen sind die psychischen Erkrankungen stark angestiegen. Viele haben im Zeichen der Covid-Pandemie, Klimakrise und Krisenherde Zukunftsängste entwickelt. Umso wichtiger ist es, Jugendliche im Umgang mit Stress und psychischen Problemen zu unterstützen und ihnen zu helfen, psychisch gesund zu bleiben.
Unter der Leitung der Universität des Saarlandes (Arbeitsgruppe Klinische Psychologie), des Leibniz-Instituts für Resilienzforschung und des Leibniz-Instituts für Präventionsforschung und Epidemiologie – BIPS Bremen wird mit dem Projekt „Stepped-Care-Programm zur Förderung von Resilienz und Reduktion psychischer Belastung bei jugendlichen Schülerinnen und Schülern“ (STRESS Care) ein innovativer Präventionsansatz für die Klassenstufen 8 und 9 entwickelt.
Das Programm kombiniert einen Projekttag zur Gesundheitskompetenz mit einem Online-Training zur Emotionsregulation. Nach einer digitalen Bedarfsanalyse nutzen die Jugendlichen eine Smartphone-App, die über drei Wochen individuell zugeschnittene Module – etwa zu Schlafproblemen oder Stressbewältigung – anbietet. Dabei werden sie von eCoaches begleitet.
Ziel der Multicenterstudie mit rund 6.000 Teilnehmenden ist es, die Wirksamkeit niedrigschwelliger, schulbasierter Prävention zu belegen. Durch die Kooperation mit Krankenkassen und Schulpsychologischen Diensten soll „STRESS Care“ langfristig die Regelversorgung ergänzen und die Entstehung chronischer Erkrankungen verhindern. Dies fördert die Chancengleichheit und entlastet nachhaltig die psychosozialen Strukturen in Deutschland.
Das Projekt wird vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA Innovationsfonds) gefördert.