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Luise Dinger, Alina Schäfer-Pels & Sara Scharmanski

Sexualisierte Gewalterfahrungen, Bystander-Perspektiven und Disclosure junger Menschen

Ergebnisse aus der 10. Welle der Jugendsexualitätsstudie

Schwerpunktthemen: Gewalt, Jugendgesundheit, Sexuelle Gesundheit

Hintergrund
Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG, vormals Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, BZgA) erhebt seit 1998 im Rahmen der repräsentativen Wiederholungsstudie „Jugendsexualität“ Daten zu sexualisierten Gewalterfahrungen junger Menschen. Das Messinstrument wurde seither kontinuierlich angepasst. Auf Basis erster deskriptiver Befunde werden zentrale Ergebnisse der 10. Trendwelle vorgestellt. Diese umfassen die Prävalenzen körperlicher und nichtkörperlicher sexualisierter Gewalt sowie Daten zu den ausübenden Personen, zur Anwesenheit von Bystandern und dem Disclosure-Prozess.

Methoden
Die Datenerhebung erfolgte im ersten Halbjahr 2025 mittels CAPI (Computer-assisted Personal Interviewing) in mündlich-schriftlichen Interviews mit Jugendlichen (14–17 Jahre) und jungen Erwachsenen (18–25 Jahre) (n = 5855). Der Fragenkatalog wurde u. a. um Items zu Bystandern und dem Disclosure-Prozess ergänzt.

Ergebnisse
Die Ergebnisse belegen eine hohe Betroffenheit von körperlicher und nichtkörperlicher Gewalt im Jugendalter. Eine zentrale Rolle spielen Gleichaltrige sowohl bei der Ausübung sexualisierter Gewalt als auch als Bystander währenddessen und im Disclosure-Prozess.

Online verfügbar:
https://link.springer.com/article/10.1007/s00103-026-04212-y

Zitation:
Dinger, L., Schäfer-Pels, A. & Scharmanski, S. (2026). Sexualisierte Gewalterfahrungen, Bystander-Perspektiven und Disclosure junger Menschen – Ergebnisse aus der 10. Welle der Jugendsexualitätsstudie. Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz, 69(4), 434–443. https://doi.org/10.1007/s00103-026-04212-y

Kontakt:
Luise Dinger
luise.dinger(at)bioeg.de
 


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