Am 16. Juli 2026 startete die Präventionsoffensive des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG). Ziel ist, Prävention und Gesundheitsförderung zu einer tragenden Säule des Gesundheitssystems zu machen und einen nachhaltigen Mentalitätswandel anzustoßen: Gesundheit soll stärker gefördert und Krankheit möglichst verhindert werden, bevor sie entsteht. Im weiteren Prozess wird zusammen mit den beteiligten Akteurinnen und Akteuren über spezifische Schwerpunkte gesprochen, um gezielt Handlungsfelder zu identifizieren.
Die Präventionsoffensive knüpft an das bisherige Präventionsgesetz an und hat zum Ziel, es konsequent weiterzuentwickeln. Sie versteht Prävention als gesamtgesellschaftliche Aufgabe und setzt auf eine enge Zusammenarbeit von Bund, Ländern, Kommunen, Leistungserbringern sowie weiteren Akteuren aus dem Gesundheitswesen. Ziel ist es, bestehende Maßnahmen besser miteinander zu verzahnen, Präventionsangebote weiterzuentwickeln und Gesundheitsförderung dauerhaft in den Lebenswelten der Menschen zu verankern.
Das Präventionsgesetz, das 2015 in seinen wesentlichen Teilen in Kraft getreten ist, hat bereits wichtige Impulse gesetzt. Dennoch ist es bislang nur teilweise gelungen, gemeinsam mit den Ländern und vielen weiteren verantwortungstragenden Einrichtungen die strukturellen Voraussetzungen für Gesundheitsförderung und Prävention in jedem Lebensalter und in allen Lebensbereichen zu schaffen. Die Präventionsinitiative setzt hier an und orientiert sich an fünf übergeordneten Zielen:
- Gesundes Aufwachsen von Kindern – in Lebenswelten, die gezielt fördern
- Gesundes und produktives Arbeiten – mit einem besseren Zusammenwirken von betrieblicher Gesundheitsförderung und Arbeitsschutz
- Gesund leben und älter werden – mehr gesunde Lebensjahre und Vermeidung von Pflegebedürftigkeit
- Höhere Gesundheitskompetenz – durch zugängliche und zielgerichtete Informationen
- Rahmenbedingungen, die einen gesunden Lebensstil ermöglichen und fördern – entschieden gegen vermeidbare Volkskrankheiten