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In Deutschland liegt der Pro-Kopf-Konsum von reinem Alkohol bei etwa 10,6 Litern pro Jahr – und damit rund 2 Liter über dem OECD-Durchschnitt von 8,5 Litern. Das hat verheerende Folgen für die gesamte Gesellschaft, warnen Expertinnen und Experten in einem jetzt veröffentlichten Positionspapier. Alkohol verursacht nicht nur zahlreiche Krankheiten, sondern auch enorm hohe gesellschaftliche und soziale Kosten: Rund 57 Milliarden Euro volkswirtschaftliche Kosten entstehen – und das Jahr für Jahr aufs Neue. Studien belegen: Je mehr Alkohol in einem Land konsumiert wird, desto größer sind die gesundheitlichen und sozialen Folgen.
Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e. V. (DHS) hat gemeinsam mit 24 Organisationen ein Positionspapier mit zentralen Forderungen zur Alkoholprävention auf Basis der evidenzbasierten SAFER-Strategien der Weltgesundheitsorganisation (WHO) veröffentlicht. Ziel ist es, die Gesundheit der Bevölkerung zu verbessern, die Lebenserwartung der gesamten Gesellschaft zu erhöhen und volkswirtschaftliche Kosten zu senken.