Im Positionspapier „Krisenresilienz bei Extremhitze stärken“ warnt das Bündnis Hitzeaktionstag 2026 davor, dass Deutschland auf langanhaltende und extreme Hitzeereignisse bislang nicht ausreichend vorbereitet ist. Angesichts zunehmender Hitzewellen infolge des Klimawandels fordert das Bündnis, Extremhitze als relevante Krisenlage systematisch in Krisenvorsorge und Katastrophenschutz zu integrieren.
Im Mittelpunkt stehen vier zentrale Handlungsfelder: die Verankerung von Extremhitze in Krisenmanagement und Katastrophenschutz, der gezielte Schutz besonders gefährdeter Bevölkerungsgruppen, der Ausbau hitzeresilienter Strukturen im Gesundheits-, Pflege- und Sozialwesen sowie eine langfristige Finanzierung von Hitzeschutzmaßnahmen. Besondere Bedeutung wird sozialen Schutzstrukturen, aufsuchenden Unterstützungsangeboten und der Vernetzung von Gesundheits-, Pflege- und Sozialdiensten zugeschrieben.
Das Bündnis betont, dass Krisenresilienz bei Extremhitze eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist und frühzeitige Investitionen in Hitzeschutz, Infrastruktur und Prävention langfristig wirksamer und kostengünstiger sind als die Bewältigung der Folgen extremer Hitzeereignisse. Am 11. Juni 2026 machen bundesweite Aktionen, Veranstaltungen und Gespräche sichtbar, wie guter Hitzeschutz gelingen kann.