Die neue Ausgabe von „Krebs in Deutschland“ für die Jahre 2021–2023 ist erschienen. Die 15. Ausgabe enthält Ergebnisse zur Inzidenz, Prävalenz und zum Überleben bereits für das Jahr 2023 und berichtet damit einmalig über einen Dreijahreszeitraum. Somit können für die letzten 25 Jahre (1999 – 2023) Trends zur Inzidenz und Mortalität der verschiedenen Krebsarten dargestellt werden. Detaillierte Ergebnisse, auch zur Prävalenz und zum Überleben, können ebenfalls über die Datenbankabfrage abgerufen werden.
Nach Schätzungen des Zentrums für Krebsregisterdaten (ZfKD) wurden im Jahr 2023 in Deutschland 517.800 Krebserkrankungen diagnostiziert, davon etwa 276.400 bei Männern und 241.400 bei Frauen. Rund die Hälfte aller Fälle betraf vier Lokalisationen: Die Prostata (79.000), die Brustdrüse (75.900), die Lunge (58.300) sowie den Dick- und Enddarm (55.300). Im Verlauf ist die nach alter Europabevölkerung altersstandardisierte Neuerkrankungsrate bei Männern und Frauen weiterhin leicht rückläufig und beträgt im Jahr 2023 bei Männern 418 und bei Frauen 347 pro 100.000 Personen.
Die neue Ausgabe beruht auf Registerdaten und der amtlichen Todesursachenstatistik von 1999 bis zum Jahr 2023. „Krebs in Deutschland“ wird alle zwei Jahre als gemeinsame Publikation des Vereins Deutsche Krebsregister e.V. (DKR, früher GEKID) und des Zentrums für Krebsregisterdaten im Robert Koch-Institut herausgegeben und fasst die wichtigsten epidemiologischen Maßzahlen für mehr als 30 unterschiedliche Krebsarten und für Krebserkrankungen insgesamt zusammen. Enthalten sind Angaben zur Erkrankungshäufigkeit und Sterblichkeit sowie Darstellungen zur Verteilung der Tumorstadien und zu Überlebensaussichten. Ergänzt wird dies durch kurze Texte zu den wesentlichen Risikofaktoren.