Die gesundheitliche Lage hochaltriger Menschen gewinnt immer mehr an Bedeutung, da die Zahl alter Menschen durch den demografischen Wandel steigt und viele Erkrankungen im Alter häufiger vorkommen, zum Beispiel Demenz, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Typ-2-Diabetes oder Arthrose.
Das Leitthema „Hochaltrige Menschen in Deutschland – Gesundheit und Lebenswelten“ in der September-Ausgabe des Bundesgesundheitsblatts beschreibt Handlungsfelder für die Gesundheit hochaltriger Menschen und zeigt Ansatzpunkte auf, um Gesundheit, Selbstständigkeit und Teilhabe auch im sehr hohen Alter zu fördern.
Das Leitthema umfasst neun Beiträge. Nach einem (1) Überblick über die gesundheitliche Lage hochaltriger Menschen, über ihre soziale Lage und gesundheitliche Herausforderungen folgen Beiträge zu gesundheitsbezogenen Ressourcen und Risiken hochaltriger Menschen auf individueller Ebene: (2) körperliche Einschränkungen wie Mobilitäts-, Seh- und Höreinschränkungen, Harninkontinenz und Gebrechlichkeit, (3) Risiko- und Schutzfaktoren für Demenz, (4) Sturzgeschehen und der Einfluss von Medikamenten auf das Sturzrisiko (ein Beitrag von RKI-Forschenden), (5) die gesundheitliche Lage von Menschen in stationären Langzeitpflegeeinrichtungen und (6) die Zusammenhänge zwischen der Beziehungsqualität zu Familie und Freunden, depressiven Symptomen und Einsamkeit.
Drei Beiträge befassen sich mit den Lebenswelten hochaltriger Menschen: (7) die mit dem Klimawandel verbundenen Herausforderungen, angesichts zunehmender Hitzeperioden ein aktuelles Thema, (8) das Konzept der Walkability, also der „Gehfreundlichkeit“ der Umgebung hochaltriger Menschen und (9) Präventive Hausbesuche, das heißt aufsuchende Beratungs- und Unterstützungsangebote in den Kommunen.