Hintergrund
Die Teilnahme an Krebsfrüherkennungsangeboten ist in verschiedenen Bevölkerungsgruppen unterschiedlich hoch. Dies hängt u. a. mit Unterschiedenen in der Gesundheitskompetenz zusammen, die individuell und strukturell von Kommunikationsmaßnahmen in den Kommunen beeinflusst werden kann. Allerdings ist weitgehend unklar, welche Maßnahmen für eine Community-basierte Kommunikation zur Förderung der Gesundheitskompetenz wirksam sein können.
Methode
Um die Frage zu eruieren, wurde in der Stadt Dresden im Rahmen einer Gesundheitskonferenz ein Workshop mit verschiedenen Stakeholdern aus der Stadtgesellschaft durchgeführt, in dem (abgeleitet aus dem Kampagnenmodell) Fragen zu Zielen, Zielgruppen, Botschaften und Kommunikationskanälen diskutiert wurden.
Ergebnisse
Die Ergebnisse des Workshops zeigen, dass partizipative Formate notwendig sind, um die gemeinsam mit den Zielgruppen adäquate Botschaften und Kommunikationskanäle herausarbeiten zu können. Zudem können verschiedene kommunale Strukturen (wie Lotsen, Sprachmittler) dabei helfen, die Zugangsbarrieren zu senken.
Schlussfolgerung
Deutlich wird, dass die Ansätze der Peer-Kommunikation in ganz unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen funktionieren können. Insgesamt beruhen die verschiedenen Ideen zur Förderung der Gesundheitskompetenz in vulnerablen Bevölkerungsgruppen nicht nur auf kommunalen Strukturen, sondern auch auf deren Organisation und Finanzierung.