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Tamara Bauer, Ilonka Horváth, Marlene Brettenhofer et al.

Gesundheit in der klimaresilienten Stadtentwicklung: Öffentliche Räume als Hebel für Chancengerechtigkeit

Schwerpunktthemen: Gesundheitliche Chancengleichheit, Klima, Kommune

Hintergrund und Fragestellung
Die gesundheitlichen Folgen des Klimawandels treten nicht gleichmäßig auf, sondern in Abhängigkeit von Exposition, Vulnerabilität und Anpassungskapazitäten. Sie sind sozial und räumlich ungleich verteilt. Gesundheitsrelevante Risiken entstehen dabei nicht allein durch klimatische Gefahren, sondern durch deren Zusammenwirken mit Lebensbedingungen, die wesentlich durch Stadt- und Ortsentwicklung geprägt werden. Der öffentliche Raum erweist sich in diesem Zusammenhang als zentrales planerisches Handlungsfeld, in dem sich diese Faktoren bündeln und gezielt beeinflussen lassen.

Studiendesign und Untersuchungsmethoden
Auf Grundlage des Risikokonzepts des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) arbeitet der Artikel Exposition und Vulnerabilität als zentrale Analyse- und Steuerungsgrößen einer klimaresilienten Stadt- und Ortsentwicklung heraus. Anhand ausgewählter Ansätze und Instrumente wird die Integration von Gesundheitsförderung, Klimaanpassung sowie Stadt- und Ortsentwicklung diskutiert und reflektiert.

Ergebnisse
Der öffentliche Raum wird als gemeinsames, sektorübergreifendes Handlungsfeld verstanden, in dem klimatische Belastungen, gesundheitliche Bedarfe und planerische Gestaltungsmöglichkeiten zusammenlaufen. Anhand ausgewählter Ansätze und Instrumente – darunter der Klimaresilienz-Check Gesundheit (KLIC Gesundheit), der Hitzeaktionsplan Bremen–Bremerhaven und der Ansatz „Kluge Straßen“ – wird gezeigt, wie integrierte Planungsansätze Expositionen reduzieren, Anpassungs- und Bewältigungskapazitäten stärken und gesundheitliche Chancengerechtigkeit fördern können.

Diskussion
Die Ergebnisse verdeutlichen, dass wirksame Klimaanpassung über technische Schutzmaßnahmen hinausgeht und eine gerechte Ausrichtung aller Planungsphasen erfordert. Der öffentliche Raum bietet hierfür besondere Potenziale, da dort unterschiedliche gesundheitliche, soziale und klimabezogene Determinanten zusammenwirken.

Schlussfolgerung
Gemeinsame Werte wie Partizipation, soziale Gerechtigkeit und Verantwortung für besonders belastete Bevölkerungsgruppen bilden eine tragfähige Grundlage für die enge Verschränkung von Gesundheitsförderung, Stadt- und Ortsentwicklung sowie Klimaanpassung. Klimaresiliente Stadtentwicklung kann damit einen wichtigen Beitrag zur Förderung gesundheitlicher Chancengerechtigkeit leisten.

Online verfügbar:
https://www.springermedizin.de/klimawandel/gesundheit-in-der-klimaresilienten-stadtentwicklung-oeffentliche/53184742

Zitation:
Bauer, T., Horváth, I., Brettenhofer, M. & Bolte, G. (2026). Gesundheit in der klimaresilienten Stadtentwicklung: Öffentliche Räume als Hebel für Chancengerechtigkeit. Prävention und Gesundheitsförderung. https://doi.org/10.1007/s11553-026-01356-2

Kontakt:
Tamara Bauer, B. A.
tamara.bauer(at)goeg.at


 


 


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