Die Gesundheit erwerbsloser Menschen ist in besonderer Weise durch psychische, soziale und materielle Belastungen beeinträchtigt; Stigmatisierungserfahrungen und die Gefahr der Verfestigung prekärer Lebenslagen sind gut belegt, insbesondere bei jungen Menschen. Daraus erwachsen spezifische Barrieren der Erreichbarkeit, Teilhabe und Motivation für gesundheitsförderliche Angebote. Wirksame Ansatzpunkte können frühzeitige, salutogenetisch ausgerichtete Interventionen, die Kopplung von Prävention, Beratung und Versorgung sowie lebensweltnahe, partizipative und niedrigschwellige Angebote sein.
Mit dem Start des Projekts „FaBeA plus – Fachliche Begleitung von Projekten der Aktivierungsrichtlinie zur sozialen und beruflichen Integration plus Gesundheitsförderung“ beginnt in Thüringen eine neue Phase der Qualitätsentwicklung arbeitsmarktbezogener Unterstützungsangebote für junge Menschen und arbeitslose Menschen in Elternverantwortung. FaBeA plus stärkt als neue Begleitstruktur der Aktivierungsrichtlinie Thüringen die soziale und berufliche Integration in Thüringen. Das Projekt verankert gesundheitsförderliche Ansätze, unterstützt Fachkräfte durch Ressourcenstärkung, Methodenkompetenz, Vernetzung und praxisnahe Module. Durch die Verknüpfung von Arbeitsmarkt- und Gesundheitsförderung schafft FaBeA plus neue Möglichkeiten, erwerbslose Menschen ganzheitlich zu stabilisieren und ihre Chancen auf nachhaltige Integration zu erhöhen. Fachkräfte in den Projekten werden entlastet, regionale Netzwerke gestärkt und Programme weiter professionalisiert.
Das Vorhaben läuft vom 1. Januar 2026 bis zum 30. Juni 2028 und wird durch den Freistaat Thüringen aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert.