Kinder und Jugendliche wachsen in einer Welt auf, in der digitale Medien allgegenwärtig sind. Soziale Medien, digitale Plattformen und zunehmend auch Anwendungen künstlicher Intelligenz (KI) prägen ihre Informationsumgebungen, ihre Freizeitgestaltung, ihre sozialen Beziehungen, ihre Lernprozesse und insgesamt ihre gesellschaftliche Teilhabe. Diese Entwicklung eröffnet jungen Menschen neue Möglichkeiten in Bildung, Kommunikation, Kreativität und gesellschaftlicher Teilhabe. Gleichzeitig entstehen neue Gefahren und Risiken.
Vor diesem Hintergrund und gemäß dem Koalitionsvertrag für die 21. Legislaturperiode hat das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) die Expertenkommission „Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt“ eingesetzt. Ihr Auftrag ist es, die Risiken, Herausforderungen und Chancen digitaler Technologien für Kinder und Jugendliche zu analysieren und konkrete Handlungsempfehlungen für einen zukunftsorientierten Umgang mit ihnen zu entwickeln.
Die vorliegenden Empfehlungen verstehen sich als Beitrag zu einer aktiven Gestaltungspolitik im digitalen Zeitalter. Sie richten sich an Politik, Verwaltung, Sicherheitsbehörden und Polizei, Bildungsinstitutionen, Kinder- und Jugendhilfe, Wissenschaft, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und nicht zuletzt an Kinder und Jugendliche selbst sowie deren Eltern. Ihr gemeinsames Ziel besteht darin, digitale Lebenswelten so zu gestalten, dass junge Menschen sicher aufwachsen, ihre Potenziale entfalten und selbstbestimmt an gesellschaftlichen Entwicklungen teilhaben können.