Webanalyse / Datenerfassung

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Marlene Ebster, Michael Lauerer, Eckhard Nagel et al.

Auswirkungen von Kurzvideos auf Aufmerksamkeit, Gedächtnisleistung und Wohlbefinden

Schwerpunktthemen: Forschung, Psychische Gesundheit, Soziale Medien

Eine aktuelle Studie der Universität Bayreuth untersucht die Auswirkungen von Kurzvideo-Plattformen wie TikTok, Instagram Reels und YouTube Shorts auf die psychische Gesundheit und kognitive Leistungsfähigkeit junger Menschen. Grundlage der Analyse sind 42 Studien mit rund 47.000 Teilnehmenden im Alter von durchschnittlich 16,8 Jahren. Die Ergebnisse zeigen, dass insbesondere eine intensive und unstrukturierte Nutzung mit einer erhöhten Unaufmerksamkeit, Impulsivität, eingeschränkter Selbstregulation sowie höheren Werten für Angst, Depression und Stress verbunden ist. Zudem weisen einzelne bildgebende Studien auf mögliche neurobiologische Veränderungen hin.

Die Autorinnen und Autoren betonen jedoch auch, dass soziale Unterstützung, Medienkompetenz und feste digitale Routinen als Schutzfaktoren wirken können. Sie plädieren dafür, nicht allein die Bildschirmzeit, sondern insbesondere das Design und die Nutzungsmuster von Kurzvideo-Plattformen stärker in den Blick zu nehmen. Die Arbeit liefert wichtige Impulse für Prävention und Gesundheitsförderung und unterstreicht den Bedarf an weiterer Forschung sowie an regulatorischen Maßnahmen zum Schutz junger Menschen.

Die Studie ist auf Englisch verfügbar.

Online verfügbar:
https://link.springer.com/article/10.1007/s00787-026-03083-7

Zitation:
Ebster, M., Lauerer, M., Nagel, E. & Schmidt, S. (2026). Taming the endless scroll? Short-form videos, digital routines and neurocognitive outcomes in youth. European Child & Adolescent Psychiatry. https://doi.org/10.1007/s00787-026-03083-7

Kontakt:
Sebastian Schmidt
sebastian2.schmidt(at)uni-bayreuth.de
Tel.: 0921 554808


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